BDS Fallscheibe Flinte (Kenz. 4401-4406)

 
L 11 15 m-Fallscheiben-Schießen / Flinte
L 11.01 15 m-Fallscheiben-Schießen / Flinte - Kennziffern, Disziplinen, Scheiben, Art des Visiers
 
Kenn-
 ziffer
Disziplin Scheibe Abzugs-
widerstand
Visier
4401 Selbstladeflinte, offene Visierung Fallscheiben 20 cm 1000 g offen
4402 Selbstladeflinte, optische Visierung Fallscheiben 20 cm 1000 g beliebige Optik
4403 Repetierflinte, offene Visierung Fallscheiben 20 cm 1000 g offen
4404 Repetierflinte, optische Visierung Fallscheiben 20 cm 1000 g beliebige Optik
4405 Doppelflinte  mit Ejektor Fallscheiben 20 cm 1000 g offen
4406 Doppelflinte  ohne Ejektor Fallscheiben 20 cm 1000 g offen

BUND DEUTSCHER SPORTSCHÜTZEN 1975 E. V.                                                                                                               Sporthandbuch I Langwaffen I L (gem. § 15a Abs. 2 S. 1 WaffG genehmigte Sportordnung)
 
Fassung des BVA-Genehmigungsbescheids vom 07.09.2018; Red. 01.11.2018 L-64
L 11.02
Anschlag Stehend freihändig, jagdlicher Anschlag. Nach dem Kommando „Sind Sie bereit?“ ist der jagdliche Anschlag einzunehmen.
 
L 11.03
Schusszahlen, Schussserien, Schießzeit, Munition Beim 15 m-Fallscheiben-Schießen / Flinte werden 4 Wertungsserien auf je 5 Fallscheiben geschossen. Pro Wertungsserie kann der Schütze höchstens 6 Schuss (bei den Kennziffern 4401 bis 4404: 5 Patronen im Magazin - eine Patrone im Lauf) abgeben. Im Rahmen der erlaubten Schusszahl und der erlaubten Schießzeit wird so lange geschossen, bis jeweils alle fünf Fallscheiben getroffen wurden oder die maximal zur Verfügung stehende Schusszahl abgegeben wurde. Die Fallscheiben müssen dabei „fallen“ und liegenbleiben. Die maximale Schießzeit pro Wertungsserie von 5 Fallscheiben beträgt eine Minute. Die Zeitmessung erfolgt mit einem Timer. Es darf nur Munition bis Kaliber 12/89 mit einer maximalen Schrotgröße von 3,0 mm (kein Streukreuz) und einer Schrotvorladung von 24 g bis 32 g (kein Stahlschrot) verwendet werden. Umrechnungstabelle für englische Schrotbezeichnungen: s. L19 Anhang 3.
 
L 11.04
Scheiben, Größe, Funktion Es wird auf Fallscheiben mit einem Durchmesser von 20 cm geschossen. Es muss sichergestellt sein, dass die Fallscheiben auch bei Treffern in den untersten Bereich der Fallscheiben (höchstens 2 cm über dem unteren Scheibenrand) sicher umfallen.
 
L 11.05
Entfernung der Fallscheiben zum Schützen und Scheiben- abstand untereinander Es wird auf eine Entfernung von 15 m zu den Fallscheiben geschossen. Die Fallscheiben sind mit einem Mindestabstand von 20 cm (eine Scheibenbreite) und einem Höchstabstand von 50 cm, gemessen zwischen den Außenrändern der Scheiben, aufzustellen oder anzubringen. Alle Fallscheiben sind einheitlich hoch aufzustellen.  Die Fallscheiben müssen je nach Beschaffenheit des Schießstandes und des Kugelfangs in einer Höhe von mindestens 0,50 m und höchstens 1,50 m, gemessen von der Oberkante des Außenrandes, im Abstand zur Schießbahnsohle aufgestellt werden.
 
L 11.06
Reihenfolge der zu beschießenden Fallscheiben Die 5 Fallscheiben sind so lange zu beschießen, bis alle getroffen wurden und liegenbleiben. Die Reihenfolge ist beliebig.
 
L 11.07
Probeschüsse Vor dem Schießen der Wertungsserien kann innerhalb von 3 Minuten eine beliebige Anzahl von Probeschüssen auf 5 Fallscheiben abgegeben werden. Ablauf des Probeschießens siehe L1.05. 


L 11.08Disziplinablauf Vor jeder Wertungsserie folgt auf die Aufforderung „Waffen laden“ die Frage „Sind Sie bereit?“. Wird kein Einwand erhoben, erfolgt die Aufforderung „Achtung“ und damit beginnt die Vorlaufzeit von 3-7 Sekunden. Nach Ablauf der Vorlaufzeit ertönt ein akustisches Signal des Timers und der Schütze kann mit dem Schießen beginnen. Mit dem Timer wird das Zeitintervall zwischen Startsignal und Abgabe des letzten Schusses gemessen. Die gemessene Zeit ist die Wertungszeit für die Serie. Wird das Zeitlimit von einer Minute pro Wertungsserie erreicht, bricht der Schießleiter das Schießen ab. Der Schießleiter bricht die Wertungsserie auch dann ab, wenn der Schütze die maximal zur Verfügung stehende Schusszahl abgegeben hat und nicht alle Fallscheiben gefallen sind. Nach jeder Wertungsserie sind die Waffen zu entladen. Nr. L9.08 gilt entsprechend.  Es sind keine Konstruktionen erlaubt, die dem Schützen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, deshalb ist die Verwendung von Speedloadern und sonstigen Konstruktionen, Vorrichtungen zur Ladehilfe untersagt.

L 11.09 Trefferaufnahme Siehe Nr. L9.09.

L 11.10 Wertung Für das Gesamtergebnis werden die Zeiten der 4 Wertungsserien plus eventueller Strafzuschläge addiert. Die Summe dieser Zeiten in Sekunden und Hundertstelsekunden ist das Ergebnis des Schützen. Sieger ist der Schütze mit der niedrigsten Gesamtzeit.

Kontakt Formular

SSG Wehr 1925 e.V.

Sportschützengesellschaft Wehr 1925 e.V.
Dossenbacherstrasse 90
79664 Wehr
07762 / 3805
0170 / 522 4930
info@ssg-wehr.de